Chronik - LLBB - Lochhamer Laien-Bauern-Bühne e.V.

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Chronik

Das sind wir: Die LLBB

Eines Abends steckten sie die Köpfe noch mehr als sonst zusammen, dort im Stammlokal der Lochhamer Jugend, in Berti Schnaubelts ehemaligem „Waldheim“ und geboren war die Theater-Idee.

Nicht, dass sie noch keine Erfahrung gehabt hätten, diese Handvoll ehemaliger Ministranten der Pfarrei St. Johannes. Bunte Nachmittage und 1961 sogar ein ganzes großes Theaterstück hatten sie unter der Leitung von Ernst Pritschet schon auf die Bühne gebracht. Doch nach dem erfolgreichen „Siebten Bua“ trat erstmal eine längere „Nachdenk-, Familiengründungs- und Karrierebastel-Pause“ ein, bis eben zu jenem Abend im Herbst 1968, und die LLBB war gegründet.

Es waren viel guter Wille, noch mehr Initiative, jedoch wenig Geld vorhanden. Aber, wie man weiß, entstehen gerade unter diesen Voraussetzungen oftmals die besten und dauerhaftesten Unternehmungen.

Zum 40. Geburtstag der Theaterfreunde im Herbst 2008 gab es zur großen Freude der fast 2000 Gäste eine Wiederaufführung des „Holledauer Schimmel“. Fünf Jahre später zur 1250-Jahr-Feier der Gemeinde Gräfelfing und dem halbrunden Bühnenjubiläum reihte sich die „Pfingstorgel“ in die Erfolgsgeschichte ein.

Am 12.7.1973 verzeichnet ein Protokoll die offizielle Gründung mit Namensgebung und Eintrag in das Vereinsregister. Die damals 31 Mitglieder hatten sich vorgenommen, den alten bayerischen Brauch des Komödienspielens auch wieder ins Würmtal zu bringen. Bayerische Lebensart, fernab von Klischees, in klassischen und modernen Stücken, aber auch humorvolle, charmante Komödien prägen den Stil der Lochhamer Theatermacher.

Der Ausschuss der Lochhamer-Laien-Bauern-Bühne:

Von links: Florian Brenner (Beisitzer), Gerhard Fuchs (1. Vorstand),
Natalie Wieland (Schriftführerin), Michael Schlembach (1. techn. Leiter),
Ernst Pritschet (Spielleiter), Florian Strobel (2. techn. Leiter),
Marion Appelmann (Kassenwart), Peter Köstler (2. Vorstand),
 Heinz Schröder (Beisitzer u. Öffentlichkeitsarbeit)

So geschah es, dass bereits im Frühjahr 1969 der Vorhang zur ersten – oder soll man sagen zur zweiten? – Premiere aufging. „Der verkaufte Großvater“ war ein solch durchschlagender Erfolg, dass von da an bis heute im Frühjahr und Herbst in Lochham „Theaterzeit“ ist.

Von Anfang an Mentor und verantwortlich für die Auswahl der Stücke und  Inszenierung ist Spielleiter Ernst Pritschet. Schon im jugendlichen Alter von 14 Jahren stand der „Pri“, wie ihn alle nennen, im Ensemble der  Münchner Volksoper als Pikkolo in der Operette „Das weiße Rössl“ zweiundfünfzigmal in ganz Bayern auf der Bühne. Seit jetzt mehr als 45 Jahren trägt er die Hauptlast des Vereins, hat bisher 90 Stücke inszeniert, in den meisten selbst mitgespielt und mehr als ca. 90 Darstellern zum Schritt auf die Bretter verholfen.
Höhepunkte des Lochhamer Theaterlebens gab es viele. Besonders in Erinnerung bleiben jedoch die Stücke von Alois Johannes Lippl (Holledauer Schimmel, Pfingstorgel) mit jeweils rund 50 Darstellern und die Klassiker von Ludwig Thoma, wie „Die Dachserin“, „Brautschau“ und „Die Witwen“. Auch das Spiel um Lebenslust und Tod, um „Kerschgeist“, Falschspiel und Liebe im bayerischen Kultstück „Der Brandner Kaspar und das ewig` Leben“ darf nicht unerwähnt bleiben. Eine Besonderheit stellte die Aufführung der „Grattleroper“, einem Stück mit ernstem Hintergrund und viel Musik und Gesang dar.

hs

(c) 2018 Lochamer Laien-Bauern-Bühne e.V.
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